Scrum Rollen

Scrum Rollen
Scrum Rollen und Funktionen im Team einführen und vergeben.

Das Schöne an Scrum ist, dass man nicht notwendigerweise neue Arbeitskräfte engagieren muss. Stattdessen werden die bestehenden Rollen neu definiert. Ebenso kann Scrum von innen heraus dem Team helfen sich neu zu strukturieren. Mehr dazu unter Guerilla Scrum.

Das Fundament von Scrum besteht in der Verteilung der einzelnen Rollen. Zunächst muss also ein Team feststehen. Ein Scrum-Team sollte dabei nicht aus mehr als zwölf Personen bestehen. In größeren Firmen bzw. Abteilungen können mehrere Scrum-Teams nebeneinander eingeteilt werden. Ein Team könnte prinzipiell auch nur aus zwei Personen bestehen.

“Ich nutze Scrum neben meiner Unternehmertätigkeit auch für mein privates Zeitmanagement. Ich vereine dabei alle Scrum-Rollen in mir selbst. In den ersten 6 Monaten habe ich mich von einem Scrum-Master begleiten lassen, was ich zu Beginn unbedingt empfehlen würde, auch wenn man Scrum für sich alleine anwendet, hilft es einfach.”

Das klingt vielleicht kompliziert, ist aber in der Praxis zum Glück recht einfach. Zunächst muss allen Beteiligten eine Rolle zugewiesen werden. Man unterteilt hierzu in folgende drei Scrum-Rollen:

Der Project Owner
Für gewöhnlich der Chef, Auftraggeber, Abteilungsleiter, Vorarbeiter, Supervisor oder dergleichen. Die Umstellung wird für diese Person ist nicht schwierig. Es ändert sich nur die Herangehensweise und Methode der Aufgabenverteilung. Die Vorteile durch Scrum stellen sich schnell heraus. Er erhält sehr genaue Werte zum Business-Value jeder Entwicklung und er kann dadurch praxisorientierter Preise kalkulieren und diese dem Kunden erklären.
Der Project Owner ist dafür verantwortlich die Aufgaben zu definieren und zu priorisieren. Er legt die Produkteigenschaften fest und bestimmt am Ende des Sprint ob der Test für jede Story bestanden wurde.
Er steht in direktem Kontakt zum Kunden und entscheidet, welche Schritte nötig sind, damit das Produkt den Anforderungen des Kunden entspricht. Er entscheidet alleine über Auslieferungszeitpunkte, Funktionalität und Kosten des Produkts bzw. der Projekte.

Der Scrum Master
Der Scrum Master sorgt für den reibungslosen Ablauf von Scrum und kümmert sich darum, dass die Regeln eingehalten werden. Er ist Vermittler zwischen dem Team und dem Project Owner. Er ermittelt und analysiert Probleme, die sich während eines Sprints anhäufen und den optimalen Arbeitsverlauf behindern. Der Scrum Master bemüht sich Lösungen für diese Probleme zu finden, ohne zu beurteilen oder zu mahnen, ganz gleich ob es sich um grundlegende Schwächen des Unternehmens, Hindernisse im Arbeitsablauf oder um zwischenmenschliche Probleme im Team handelt.
Zu Beginn erfüllt der Scrum Master einen Vollzeitjob. Er sollte im optimalen Fall vom Project Owner vorgeschlagen und vom Team gewählt werden. Außerdem soll er zumindest am Anfang von seinen Aufgaben im Team freigestellt sein.
Wenn das gesamte Scrum-Team die Regeln und Abläufe von Scrum verinnerlicht hat, könnte der Scrum Master wieder ins Team integriert werden und seine Rolle als Teilzeitjob quasi nebenher erfüllen.
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