Spiegel Online berichtet über Jan Northoff, Cloud Party, Second Life und den 3D-Hackerspace in Berlin

In der Spiegel-Online Rubrick Netzwelt entsteht gerade eine mehrteilige Serie über so genannte Hackerspacesund Fablabs in Deutschland.

In dieser Reihe wurde auch über den 3-D Hackerspace in der Hannoverschen Str.3 in Berlin Mitte und das dortige Treiben der Programmierer und 3D-Entwickler berichtet.

Der ausführliche Artikel „3-D-Welten: ‚Second Life‘-Fans bauen sich eine neue Heimat” von Judith Horchert gibt einen Einblick in die Vision von Jan Northoff und erläutert, warum die Stadt Berlin nun erneut virtuell in 3-D nachempfunden wird. Denn nach Second Life und OpenSim, entsteht nun das interaktive 3-D Stadtmodell in der neuen browser-basierten virtuellen Welt Cloud Party.

Die Mitglieder des 3-D Hackerspace setzen dabei bewusst auf die neue virtuelle Welt. Cloud Party ist bisher die einzige auf HTML5 und WebGL basierende Umgebung, die ein professionelles 3-D-Toolset anbietet. Diese 3-D Welt ist im Gegensatz zu Second Life komplett ohne Plugin oder zusätzlicher Software im Web-Browser nutzbar und bietet auch sonst viele weitere Vorteile. Für manche ist Cloud Party sogar eine art 3-D-Facebook.

Es können dort Standard 3-D Files (.dae oder .obj) direkt hochgeladen und mit effektvollen Materialen und Shadern bestückt werden.

Für die Programmierer gibt es eine auf JavaScript basierte Entwicklungsumgebung. So können relativ einfach interaktive avatarbasierte Welten und kleine interaktive Spiele (Mini Games) entwickelt werden und ohne zusätzliche Software direkt in allen modernen Browsern wie Google Chrome, Mozilla Firefox und Safari gespielt werden. Auch im Bereich E-learning und Serious-Games sind die Möglichkeiten neuartige 3-D Simulationen zu erstellen mit Hilfe von Cloud Party fast unbeschränkt.

Auch einen Marktplatz für den Verkauf von eigens designten virtuellen Gütern und ein eigenes Bezahlsystem mit Cloud Coins bietet diese neue und hautpsächlich von Usern bestückte Welt.

So können eigene 3-D Objekte dort verkauft werden um die Servermiete oder andere Objekte zu finanzieren. In Zukunft soll es dann auch möglich sein die Cloud Coins in reales Geld also US Dollar bzw. Euro zu tauschen. Ähnlich wie bei dem in Second Life sehr erfolgreichen Linden Dollar Wechselservice DX Exchange.

Neben dem 3-D Hackerspace und Hort für das interaktive Stadtmodell Berlin in 3D, ist die Hannoverschen Str.3 auch Heimat der Webdesign Agentur YOUin3D.com GmbH. Dort werden nicht nur in der Freizeit Web 3-D Visionen erstellt, sondern es wird sonst auch ganz Bodenständig für Kunden Drupal, Joomla und WordPress Webseiten erstellt und gepflegt. Auch die fließende Verbindung von Web 2.0, Web 3-D und 3-D Druck Spielt hier eine bedeutende Rolle für Mitarbeiter, Freunde und Besucher.

So steht im Schaufenster der Internet und Social Media Agentur ein 3-D Drucker der Marke Rapman 3.1 und dieser druckt dort fleißig Fernsehtürme sowie Design und Architektur Modelle.

Der 3-D Druck Service des selbsternannten FabLabs umfasst nicht nur den tatsächlichen 3-D Druck der Kunststoff Objekte, sondern auch die passenden und auf Kundenwunsch erstellten 3-D Modelle.

Diese 3-D Modelle sind nicht nur für das sogenannte Rapid Prototyping nötig, sondern auch für vermeintlich einfache Aufgaben wie der Druck einer Handy Schale brauchen oft einen Spezialisten in 3-D Software wie 3ds Max, Blender und Sketchup für die 3-D Content Erstellung.

Es wird in dem Büro auch an einer Lösung geforscht um den 3-D Drucker direkt mit einer virtuellen Welt zu verbinden.

Die Idee ist kollaborativ in virtuellen Welten 3-D Objekte zu kreieren und das gemeinsam erstellte Objekte dann beliebig oft und an verschiedensten Orten auszudrucken. So werden virtuelle Gegenstände in die Realität geholt.

 Der letzte Punkt ist allerdings noch Zukunftsmusik und so bauen Jan Northoff und die „Trümmer Boys” zunächst weiter am virtuellen Berlin. Es gibt Ansätze des Stadtmodells in der sehr erfolgreichen auf Flash basierenden Welt Club Cooee und natürlich auch ein openBERLIN mit der Open-Source Lösung OpenSim.

In der Vergangenheit wurden auch Plattformen wie Forterra, Blue Mars oder Sun Microsystems‘ Project Wonderland für ein weiteres virtuelles Berlin getestet aber nie umgesetzt. Die Zukunft von newBERLIN liegt im Browser, also in Cloud Party.

Kommentare sind geschlossen.